Gedenken am 08. Mai

Vertreter der SPD nahmen an Veranstaltung von `Unser Oberberg ist bunt, nicht braun´ teil.

Das Bündnis `Unser Oberberg ist bunt, nicht braun´ hatte anlässlich des 76. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai zu einer Gedenkveranstaltung auf dem Grotenbachfriedhof in Gummersbach eingeladen.

Im Zentrum des Treffens standen die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die aus ihrer Heimat verschleppt und von den Faschisten unter menschenunwürdigen Bedingungen und fast ohne Lohn zu Schwerstarbeiten genötigt wurden, um die Kriegswirtschaft aufrecht zu erhalten.

Vorsitzender Gerhard Jenders las die Namen der 39 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter vor, die auf dem Friedhof bestattet sind und gab – soweit möglich – Kurzbiografien bekannt. So bekamen diese Opfer ein Gesicht. Die einzelnen  Grabsteine wurden anschließend als Ehrerbietung mit Blumen geschmückt.

Ein emotionaler Höhepunkt wurde erreicht, als Monika Weißpfennig ein Gedicht von Josef Lenze vorlas, das der überzeugte Bergneustädter Antifaschist am Tage des Kriegsendes am 8. Mai 1945 in der Kriegsgefangenschaft verfasst hatte. Es endet nach den langen Jahren des Leidens optimistisch mit den Worten: „Das Gute – es siegt – das Schlechte – es fällt.“ Nie wieder Krieg und Faschismus!

Für die SPD nahmen an der bewegenden Zeremonie Bundestagskandidatin Michaela Engelmeier, Kreisvorsitzender Thorsten Konzelmann, der stellvertretende Vorsitzende aus Gummerbach, Oliver Kolken und Gummersbachs stellvertretende Bürgermeisterin Helga Auerswald teil.